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„Probier’s doch mal mit Zeitungspapier“, „du musst heißes Wasser nehmen“, „heute ist’s schön, heute putz‘ ich endlich die Fenster“. Um die richtige Art des Fensterputzens ranken sich diverse Mythen.

Sommer, Sonne, Sonnenschein… Und beim Blick aus dem Fenster sind Schmutz und Flecken so richtig schön zu sehen. Also ran an den Putzfetzen und für Durchblick sorgen. Halt, stopp, Retourgang. Fangen wir von vorne an…

Die Reihenfolge macht’s.

Bevor man sich der verdreckten Fenster annimmt, sind zuerst die Rahmen in 1, 2, 3 Schritten vom Dreck zu befreien: (Blüten-)Staub und groben Schmutz mit einem weichen Handfeger oder Staubwedel entfernen (so zerkratzt nichts), die Rahmen mit einem weichen Lappen, lauwarmem Wasser und wenig Spülmittel bzw. Universalreiniger reinigen, mit einem sauberen Microfasertuch trockenreiben, fertig. Funktioniert für Alu- und Holzrahmen gleichermaßen wie für Kunststoffrahmen – check.

Schönwetter ist Putz-Schlechtwetter.

Dann also ran an die Fenster, denn bei Sonnenschein sieht man den Schmutz besonders gut… Lieber an einem anderen Tag: Zwar sind Verunreinigungen bei Helligkeit besser sichtbar, jedoch sorgt die Sonneneinstrahlung – und damit die auf die Glasflächen einwirkende Wärme – dafür, das aufgetragenes Putzwasser schneller verdunstet (so auch beim Putzen mit heißem Wasser). Das Resultat: Schlieren. Also den Sonnenschein besser für angenehmere Aktivitäten nutzen und die Fensterreinigung an einem trüben Tag in Angriff nehmen.

Dann also rasch den Glasreiniger zur Hand?

Glasreiniger. Da sollte der Name Programm und für Fenster das Mittel der Wahl sein. Für größere Fensterflächen bietet er sich jedoch nur bedingt an, denn so eine Sprühflasche ist dann ratzfatz leer und das geht rasch ins Geld. Glasreiniger eignet sich jedoch prima für die kleine Zwischenreinigung, um den Abdruck der Hundeschnauze oder die Rückstände Schoko-verschmierter Kinderhände von den Fenstern zu entfernen.

Da hat mal wer was von Zeitungspapier erzählt.

Ein sich hartnäckig haltender Tipp für das effektive Fensterputzen ist die Nutzung von Zeitungspapier. Jedoch ist diese Herangehensweise wohl eher ein Relikt aus alten Zeiten, als Fensterscheiben so rußig waren, dass sie selbst mit dem vor Druckerschwärze strotzenden Zeitungspapier sauber(er) wurden. Bei den heutigen Glasqualitäten sind die Chancen, dass das Zeitungspapier durch das Verreiben kleiner Schmutzpartikel die Scheiben nachhaltig schädigt, sehr hoch. Dass jene Druckerschwärze bei hellen Fensterrahmen zudem eher für einen Grauschleier als für strahlende Sauberkeit sorgt, ist selbsterklärend. Ja, Zeitungspapier ist enorm saugfähig, aber es zerfällt auch leicht, wenn es stark durchnässt ist. Und im Vergleich zum „normalen“ Putzfetzen ist es dann auch doch nicht so wirklich handlich…

Der Schlüssel zum Erfolg

Wie also nun schnell UND effektiv die Fenster reinigen? Einfach ein paar Tropfen Spülmittel oder Universalreiniger (bei sehr kalkhaltigem Wasser noch ein Spritzer Essig(reiniger) zur Neutralisation) in einen Eimer mit lauwarmem Wasser geben, großflächig mit dem Fensterwischer auftragen, das Putzwasser mit dem Abzieher von oben nach unten entfernen, Putzwasserreste mit einem Microfasertuch wegwischen, fertig. So einfach. So schnell.

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