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Was, wie, wo, wann:
Vorausgedacht und gut geplant.

© Fotos: Jean Van Lülik

Die gute alte Couch… hat ausgedient! Oder zumindest bekommt sie ernstzunehmende Konkurrenz im Kampf um den Titel „Lieblingsplatz“ im Haus. Sitzfenster erfreuen sich zunehmender Popularität: Sie öffnen den Blick nach außen und holen gleichsam platzsparend die Natur in den Raum. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, daher lohnt es, sich beim Einstieg in die Planung ein paar Minuten Zeit zu nehmen: Was, wie, wo, wann – vorausgedacht und gut geplant.

 

Das Was | Schon frühzeitig über die Nutzung nachdenken

Der erste Schritt lautet: Wild denken. Was sind meine Wünsche für mein Relaxfenster?

  • Ist die Sitzbank zum Verweilen gedacht oder soll sie unter Umständen eher dekorativen Zwecken dienen? In erstem Falle ist auf eine besonders gute Isolierung zu achten, so dass keine Zugluft entsteht.
  • Das Sitzfenster soll die neue Leseecke sein? Dann unbedingt frühzeitig eine Lichtquelle einplanen. Das kann eine Einbauleuchte sein, oder man hält einen Wandauslass zur Befestigung eines Leselichts vor. Um später eine Tischleuchte im Fenster platzieren zu können, sollte eine Steckdose vorgerichtet werden.
  • Soll die Nische vielleicht auch als Schlafplatz für Gäste genutzt werden? Dann unbedingt tiefer als die empfohlene Mindesttiefe von 40 Zentimetern ausführen lassen.
  • Kann oder soll die Sitzbank Teil der Bestuhlung des Esstisches werden?
  • Möchte man später die Sitzfläche mit Hilfe von Matten oder Polstern noch gemütlicher gestalten, lohnt es, deren Höhen bereits in der Planung zu berücksichtigen.

All diese Überlegungen beeinflussen die Ausführung des Sitzfensters, womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären…

 

Das Wie | Möglichkeiten in puncto Ausführung

Grundsätzlich lässt sich der Traum vom Sitzfenster in drei verschiedenen Varianten verwirklichen: als „echtes“ Sitzfenster, das Teil der Architektur ist, als ein Fenster, das durch maßgefertigte Umbauten (mit einer tiefen Fensterbank oder komplettem Rahmen) zur Sitzbank – und bei Bedarf auch zum Stauraum – wird oder durch das einfache Beistellen eines Möbels vor dem Fenster, das gleichsam als Sitzbank und Stauraum dient.

 

Was ist sonst noch zu bedenken?

  • In welchem Material, z.B. welchen Holzarten soll die Fensterbank ausgeführt werden?
  • Soll das Fenster auch ein zu öffnendes Element haben? Oder soll es eher als Panoramafenster aus einer fixen Glasfläche ohne Sprossen und Stege verwirklicht werden?
  • Soll der Fensterrahmen noch sichtbar sein oder soll die Bank den Rahmen bilden? Welche Farbe soll der Rahmen in erstem Falle haben?
  • Macht es im Zuge der Raumplanung vielleicht Sinn, dass das Sitzfenster mit Hilfe eines rahmenlosen Eckfensters zur SitzECKE wird?
  • Wie soll das Fenster von außen aussehen? Das Fenster kann in der Fassade „verschwimmen“ oder durch auffällige Auskragungen ein architektonischer Eyecatcher werden.

 

 

Das Wo | Welches Platzerl darf’s denn sein?

  • Gibt es im geplanten Objekt eine besondere Panoramaaussicht, die mittels eines Sitzfensters eingerahmt und hervorgehoben werden soll?
  • Drinnen, draußen oder beides? Wo platzsparende Lösungen gesucht werden (kleine Grundstücke, Stadtvillen, Reihenhäuschen), lohnt es sich unter Umständen, über ein Sitzfenster im Außenbereich nachzudenken. Eventuell kann das Fenster sogar von innen UND von außen als Sitzgelegenheit genutzt werden.
  • In welche Himmelsrichtung soll das Fenster ausgerichtet werden? Nach Süden für viel Lichteinfall? Dann sind auch die Wärmeentwicklung und – für den Fall der Fälle – ein Sonnenschutz zu bedenken.
  • Möchte man eher in die ruhige Natur blicken oder dem geschäftigen Treiben auf der Straße zuschauen?
  • Soll das Sitzfenster höher liegen und eine besondere Aussicht (aber wenig Einsicht) bieten, oder platziert man das Fenster im Erdgeschoss und schafft unter Umständen einen direkten, nahtlosen Zugang zum Außenbereich?

 

Das Wann | Lieber zu früh als zu spät

Wenn das Fenster ein fixer Teil der Architektur ist, ist es von Beginn an mit einzuplanen. Aber auch nachträglich oder in einem bestehenden Objekt kann ein „normales“ Fenster durch maßgefertigte Umbauten in einen gemütlichen Windowseat verwandelt werden.

 

Die Möglichkeiten sind in jedem Falle vielfältig…

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