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Wir nehmen Sie mit auf eine Reise durch den Fenster-Fachbegriffe-Dschungel. Denn wie bei vielen anderen Gewerken am Bau gibt es auch in der Fensterbranche Bezeichnungen, die Erstaunen hervorrufen und die zu kennen es sich lohnt. Was es unter anderem mit der sogenannten Griff-Olive auf sich hat, erfahren Sie in unserem aktuellen Blogbeitrag.

© Fotos: Jean Van Lülik
Wer gebaut oder umgebaut hat, dem ist die Herausforderung sicher nicht fremd: Auf der Baustelle wird man von allen Gewerken mit einer Vielzahl an Fachbegriffen konfrontiert, die für den Laien unverständlich sind oder sogar für komplette Verwirrung sorgen können. Das gilt mitunter auch für den Bereich der Fenster. Eine Olive hätte hier zum Beispiel wohl kaum jemand vermutet.

 

Die Olive am Fenster

Die Olive, genauer gesagt die Griffolive, bezeichnet dabei nichts anderes als eben den Griff, mit dem man ein Fenster öffnen, schließen oder kippen kann. Gemeint ist ein kurzer Knauf, der früher aufgrund der deutlichen, ovalen Verdickung in der Mitte, „Olive“ genannt wurde – und heute noch so heißt. Womit wir schon mittendrin sind im Begriffe-Dschungel.

 

 

Die wichtigsten Bezeichnungen

Das sind die wesentlichen Bestandteile rund ums Fenster – von oben nach unten:

  • Sturz:
    Er bezeichnet die obere waagrechte Abdeckung einer Maueröffnung. Es gibt somit einen Tür- und einen Fenstersturz. Wenn dieser Sturz nicht gerade ausgeführt ist, sondern eine (in der Regel außenseitig höhere) Ausnehmung hat, spricht man von einem „Stufensturz“. Dieser ist z.B. für die Unterbringung von Rollladenkästen nötig, wenn keine Fensterfläche verloren gehen soll.
  • Laibung:
    Die in der Regel rechtwinklig zur Wandebene stehenden Seiten einer Wand- oder auch Deckenöffnung nennt man Laibung. Man unterscheidet zwischen Innen- und Außenlaibung.
  • Oberlichte:
    Hier handelt es sich um ein Fenster, dessen Einbauhöhe oberhalb der gängigen Erreichbarkeit (ohne Zuhilfenahme von Aufstiegshilfen wie Leitern o.Ä.) liegt. Die Bedienung dieser Oberlichte kann entweder mit herkömmlichen Oliven oder mit sogenannten Oberlichtöffnern (Kipphebeln, Kurbeln oder motorischen Oberlichtöffnern für eine komfortablere Bedienung) geschehen.
  • Beschläge:
    Sie verbinden Flügel mit Rahmen und ermöglichen stufenloses Aufdrehen, Kippen und sicheres Verriegeln des Flügels. Durch variable Einstellmöglichkeiten lassen sich die Position des Flügels im Rahmen nachjustieren sowie der Anpressdruck stufenlos einstellen (das ist wichtig, um Luft- und Schlagregendichtheit sowie Wärme- und Schallschutz zu gewährleisten). Der Fensterbeschlag kann sichtbar oder verdeckt ausgeführt werden.
  • Sprosse:
    Es gibt „glasteilende“ und „aufgeklebte“ Sprossen. Die glasteilenden Sprossen unterteilen Isoliergläser in mehrere Scheiben. Das ist notwendig, wenn Gläser zu groß werden würden. Um optische Teilungen zu erzielen, werden eher direkt aufgeklebte Sprossen verwendet. Die Isoliergläser gehen unterhalb der Sprossen durch und erzeugen nur eine optische Teilung der Gläser. Sie können auch deutlich schlanker ausgeführt werden als glasteilende Sprossen.
  • Griffolive:
    Wie schon beschrieben, ohne Olive bliebe das Fenster zu. Sie bezeichnet das Element zum Öffnen, Schließen und Kippen eines Fensters, abseits der Fachsprache meist einfach als Griff bezeichnet.
  • Pfosten, Setzholz, Kämpfer, Riegel:
    Diese Bezeichnungen beschreiben in der Regel eine Teilung innerhalb eines Rahmens (dieser wird gelegentlich vorzugsweise in Deutschland auch als Blendrahmen bezeichnet). Sie dient dazu, den Rahmen in einzelne Felder zu unterteilen, um einerseits praktikable Flügelgrößen zu erhalten und/oder die Stabilität (Statik) des Rahmens zu verbessern.
  • (Blend)Rahmen / Fensterstock:
    In Österreich in der Regel als „Rahmen“ oder „Fensterstock“ bezeichnet wird er in Deutschland meist „Blendrahmen“ genannt. Es ist aber das gleiche Teil: nämlich jener Teil des Fensters, der fix mit der Wandkonstruktion verbunden, verschraubt und abgedichtet wird.
  • Flügelrahmen:
    Im (Blend)Rahmen sitzen ein oder mehrere (bewegliche) Flügelrahmen, die geöffnet, gekippt, geschoben etc. werden können.
  • Innere und äußere Fensterbank:
    Da in der Regel die Bautiefe des Fensters geringer ist als jene der Wand, entstehen im Bereich des unteren horizontalen (Blend)Rahmens innerhalb bzw. außerhalb des Fensters waagrechte Flächen, die zusätzlich abgedeckt und abgedichtet werden müssen: die innere und die äußere Fensterbank.

Neben der Kenntnis dieser Begrifflichkeiten gilt es, beim Fensterkauf auch weitere individuelle Aspekte zu berücksichtigen. Mit unserer Checkliste liefern wir Ihnen das Handwerkszeug für eine durchdachte Planung.

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© Fotos: Stockfoto

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